8. – 13. Schuljahr

Philipp Knappmeyer

FooBaSKILL

Fußball und Basketball in einem Spiel

Das aus der Schweiz stammende Sportspiel FooBaSKILL ist in Deutschland noch sehr unbekannt.Spezielle Bälle, die durch ihre besondere Beschaffenheit beide Sportarten spielbar machen, motivieren und fördern den Spaß am Spiel. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln im Spiel ihre Techniken sowie taktische Verhaltensweisen in beiden Sportarten weiter.

Die Grundidee klingt einfach: Zwei große Spiele, Basketball und Fußball, werden kombiniert und ergeben ein neues Sportspiel FooBaSKILL. Drei Schweizer Sportlehrer haben dieses Spiel entwickelt, das Schülerinnen und Schüler ganzheitlich herausfordert. Insbesondere die koordinativen Fähigkeiten stehen dabei im Mittelpunkt. Das Spiel ist schnell und anspruchsvoll.
In der FooSKILL-Zone werden auf einer Spielfeldhälfte zwei Kastenoberteile aufgestellt, auf denen sich je ein Tor befindet. In der BaSKILL-Zone verwenden die Spieler den Basketballkorb. Gespielt werden zwei Halbzeiten. In der ersten Halbzeit spielt eines der Teams auf die Fußballtore und verteidigt den Korb; das gegnerische Team spielt auf den Korb und verteidigt die Fußballtore. Für die zweite Halbzeit werden die Rollen getauscht. Somit wechseln auch die Angriffs- und Verteidigungsstrategien (siehe Kasten am Ende des Beitrags für Regeln, Spielfeldaufbau und Punktvergabe).
Alle zur Verfügung stehenden Banden sollen genutzt werden. Abprallende Bälle konfrontieren die Spieler und Spielerinnen mit häufigen Situationswechseln, die Handlungsschnelligkeit und Kreativität erfordern.
Am besten lässt sich FooBaSKILL mit den für das Spiel entwickelten Materialien, dem Ball SKILLTheBall und dem Tor SKILLGoal, umsetzen. Der Ball vereint die notwendigen Komponenten: Größe, Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit und Sprung- sowie Flugeigenschaften. Als Alternative können Volleybälle oder Volley-Soft-Bälle dienen. SKILLGoal, das Fußballtor, das beidseitig bespielt wird, kann durch einen einfachen Kegel ersetzt werden.
Das Spiel hat einen hohen Aufforderungscharakter. Die Schülerinnen und Schüler erproben die neuen Bälle umgehend. Daher sollte im Unterricht auch einfach Zeit zum freien Entdecken des noch unbekannten Spielgerätes eingeräumt werden. Gemeinsam mit den Lernenden lässt sich so die besondere Beschaffenheit des Balles herausarbeiten.
Das Spiel ist für viele Lernende motivierend und sie machen schnell Fortschritte. Regeländerungen und Abwandlungen können nach einiger Zeit zusammen entwickelt werden.
Auge-Hand- und Auge-Fuß-Koordination schulen
Im Folgenden werden Unterrichtselemente zu FooBaSKILL vorgestellt. Die Erfahrung zeigt, dass eine Zergliederung des Zielspiels einen erfolgsversprechenden methodischen Weg darstellt. So wird also zunächst eine Einführung in BaSKILL gegeben, anschließend in FooSKILL und schlussendlich die Einführung in das Zielspiel FooBaSKILL.
BaSKILL-Spiele
Chaos-Ball: Hand
Die Schülerinnen und Schüler werden in zwei gleich große Gruppen unterteilt und gehen jeweils in eine Hallenhälfte. Sie stellen sich im Kreis auf und werden durchnummeriert. Jeder merkt sich die rechts und links von ihm stehende Person samt der jeweiligen Nummer.
Die Spieler bewegen sich kreuz und quer durch die Halle. Die Lehrkraft verteilt zunächst zwei Bälle, die mit unterschiedlichen technischen Anforderungen von Lernendem zu Lernendem gespielt werden. Die Pässe sollen mit der Hand gespielt und gefangen oder gestoppt werden, zum Beispiel:
  • ein Handball wird „die Nummern hoch gepasst (einhändig)
  • ein Basketball wird „die Nummern runter gepasst (Druckpass)
  • ein SKILLTheBall wird die „Nummern hoch gerollt
Anschließend werden immer weitere Bälle eingespielt, sodass die Lernenden gefordert sind, sich schnell zu ihren Passgebern und Passempfängern zu orientieren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sprungwürfe, Bogenlampen und so weiter – alle Formen des Zuspiels sind denkbar.
Die Spielenden gewöhnen sich an unterschiedliche Bälle...

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