5. – 13. Schuljahr

Flieg, Ball, flieg!

Beachvolleyball für die Unterstufe

Beachvolleyball gilt als cool. Dank des weichen Untergrunds sind andere Bewegungen möglich das Hechten nach dem Ball ist einfacher und schmerzfrei möglich, die Fortbewegung und die Balance sind herausfordernder. Die Grundtechnik, um den Ball über das Netz zu bringen, hat im Sand einen sehr hohen Aufforderungscharakter. Ein Unterrichtsvorhaben über zwei Doppelstunden.

Die Chancen und Möglichkeiten der Bewegung im Sand und der Sportart Beachvolleyball, die alle denkbaren Bewegungsrichtungen mit der Motivation eines fliegenden Balls vereint, sollte in der Schule möglichst früh genutzt werden. Lehrpläne der Unterstufe sprechen meist von einer grundlegenden Ballschule, wobei Volleyball als ein ideales Unterrichtsbeispiel dient. Mit einer Handreichung für die Vermittlung von altersgemäßem Beachvolleyball lassen sich Bewegung, Kooperation und der erste Kontakt zu dem Sportspiel Volleyball schon in der fünften Jahrgangsstufe bestens vereinen.
Der Name Beachvolleyball beinhaltet bereits die größte Herausforderung der Sportart, das „Volley-Spielen des Balls. Die Schwierigkeit des Volley-Spielens besteht in einem Entscheidungshandeln unter hohem Zeitdruck. In der kindgerechten methodischen und didaktischen Vermittlung spielt die Reduktion des „Volleys eine Hauptrolle, sodass ein zügiger Lernfortschritt zu erreichen ist und gleichzeitig die Motivation der Schülerinnen und Schüler möglichst hochgehalten wird. Dennoch muss die Beachvolleyballstunde das Ziel haben, dass jedes Kind Beachvolleyball ab dem ersten Ballkontakt als Spiel erlebt. Das wird zum einen durch die starke didaktische Reduktion, zum anderen durch eine Abwechslung aus einem Minimum an Übungs- und einem Maximum an Spielformen gewährleistet.
Die kurzen Übungsformen dienen nur dem grundlegenden Technikerwerb. Das Erlernte soll schnellstmöglich in vereinfachten Spielsituation angewendet werden, womit direkt die Spielfähigkeit trainiert und die Motivation bei den Schülerinnen und Schülern hochgehalten wird. Die ganze Unterrichtseinheit hindurch steht die Maximierung der Ballkontakte im Zentrum.
Anpassungen und Umsetzung für die Schule
Erste Doppelstunde
Einstieg
Material: je 1 Ball pro 2 Spielende
Sandgewöhnung: Als Grundlage für eine erfolgreiche Fortbewegung auf dem neuen Untergrund beginnt die Doppelstunde ohne lange Einführung, mit einer Sandgewöhnung. In Paare eingeteilt bewegen sich die Lernenden als „lebendige Tennisschläger innerhalb einer Feldhälfte und bekommen die Aufgabe, ihren Ball, anfangs normfrei, in der Luft zu halten. Bei allen Übungen wird für zwei Spielende ein Ball benötigt. Neben Beachvolleybällen kann auch auf Hallenbälle zurückgegriffen werden. Die Lehrkraft gibt im Verlauf der Übung stets neue Herausforderungen vor. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich vorwärts, rückwärts, seitlich oder kniend bewegen und dabei fangen, werfen, einhändig, einbeinig spielen oder einen Kopfball einbauen. Nach einigen Varianten entwickeln die Lernenden erfahrungsgemäß selbst sehr abwechslungsreiche Ideen, wie der Ball hochgehalten werden kann. Während der gesamten Sandgewöhnung sind das Herstellen und der Erhalt des Gleichgewichts das oberste Lernziel. Hinzu kommt die Erfahrung der Ballflugkurven. Technikkorrekturen sind verzichtbar, die einzige Ansage der Lehrkraft sollte sein, dass der Ball bei Kontakten mit den oberen Extremitäten einen möglichst großen Abstand zur Hüfte hat, was in späteren Stunden für das untere Zuspiel entscheidend wird.
Erarbeitung der Grundstellung
In einem selbst gezogenen Kreis (Radius ca. 1,5 m) stellt die Lehrkraft die Aufgabenstellung, dass nur eine Person den Ball, der neben dem Kreis liegt, bekommen kann, weshalb nun um ihn gerungen wird. Die Schülerinnen und Schüler starten in der Mitte des Kreises und haben die Hände an der Schulter des Gegenübers. Das Ziel besteht darin, den Partner oder die Partnerin aus dem Kreis zu drängen. Nach...

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