1. – 2. Schuljahr

Sicher Rollerfahren lernen

Wir machen den Rollerführerschein

Bremsen, Lenken, Kurvenfahren, auf die Umgebung achtgeben Rollerfahren macht Spaß, ist aber gar nicht so einfach. Dieses Unterrichtsprojekt stellt Übungen und Spiele vor, mittels derer Grundschulkinder ihre Rollerfähigkeiten verbessern, lernen, sich sicher im Verkehr zu bewegen, und abschließend einen Rollerführerschein erwerben.

In fast allen Grundschulen haben Kinder meist in der vierten Klasse in Kooperation mit der örtlichen Polizei die Chance, einen „Fahrradführerschein zu erwerben. Aber immer mehr Kindern fällt das Radfahren schwer, sodass sich immer weniger mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen können. Tretrollerunterricht in den ersten Jahren der Grundschule soll diesem Trend entgegenwirken.
Folgende Defizite treten beim Fahrradtraining auf: Viele Kinder bremsen in kritischen Situationen mit den Füßen. Außerdem gelingt es ihnen nicht, die Kurve aktiv einzuleiten, und sie schätzen Räume und Zeiten, wie beispielsweise den Bremsweg, in komplexen Situationen falsch ein.1 Die frühzeitige Nutzung eines Tretrollers kann diesen Defiziten entgegenwirken. So muss beim Tretroller, genau wie beim Fahrrad fahren, aber anders als beim Laufrad, ausgeholt werden, um eine Kurve zu fahren. Beim Tretroller wird genau wie beim Fahrradfahren mittels Bremse statt Füßen angehalten.
Um diese Vorteile des Tretrollers zu nutzen und die Grundlagen für das Fahrradfahren zu trainieren, lohnt es sich, einen Klassensatz Tretroller für eine Grundschule anzuschaffen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, mit dem Rollertraining Ende Klasse 1 zu beginnen. Dann sind die Kinder groß genug, um den Roller zu tragen und sich an die Strukturen des Unterrichts anzupassen, und sie haben noch Zeit, die Bewegungserfahrung als Vorbereitung für das Fahrradfahren zu verinnerlichen. Das Rollertraining sollte zumindest am Anfang sehr regelmäßig stattfinden, um die Bewegungserfahrung schnell vertiefen zu können.
Mit der Ballerina das Gleichgewicht schulen
Wir haben diese Einheit mit einem besonderen „Ausflug beendet dem „rollenden Sommerfest. Hierbei sind wir zu jedem Kind nach Hause gerollert. Wir haben im Klassenraum eine Route festgelegt, nach der wir die Kinder besucht haben. Am Tag des Sommerfestes sind wir dann an der Schule gestartet und von Kind zu Kind gefahren. Die meisten Eltern haben uns mit einer Kleinigkeit zu essen oder zu trinken versorgt, bevor wir am Ende alle Eltern auf dem Schulhof wiedergetroffen haben. Dies war ein runder Abschluss der Unterrichtseinheit „Roller.
Die Übungen
Im Folgenden werden die Übungen für die verschiedenen Phasen der Rollerstunde vorgestellt. Die meisten Übungen stammen aus der Handreichung zum Projekt „Hamburgs Kinder lernen sicher und souverän Rollern.2 (K1) In diesem Artikel wird versucht, diese Übungen in eine für die Unterrichtseinheit „Einführung in das Rollern schlüssige Reihenfolge zu bringen und zu erklären, welche Ziele diese Übungen haben und welche Möglichkeiten zur Diagnostik sie bieten.
ANMERKUNGEN DES ROLLERKONZEPT-URHEBERS
ANMERKUNGEN DES ROLLERKONZEPT-URHEBERS
Die Autorin beschreibt das Rollergeschehen sehr anschaulich auf einer pädagogischen Ebene/mit pädagogischen Augen. Und so oder so ähnlich werden sich Rollerstunden an vielen Schulen auch abspielen. Vielen Dank an dieser Stelle für den Beitrag und das Engagement! Der Vollständigkeit halber darf ich ergänzen und erläutern, dass das Rollerkonzept auf drei nichtpädagogischen Säulen steht: Zum Ersten handelt es sich dabei um differenziertes Wissen über die Radfahrkarriere der Kinder und das Wissen über den hohen Wert des Rollerfahrens (im Unterschied zum kontraproduktiven Laufrad) schließlich ist das souveräne und nachhaltige Radfahren das langfristige, übergeordnete Ziel.
Zum Zweiten gehört zum Konzept eine sehr präzise und strukturierte „Bewegungs-Grammatik des Roller- und Radfahrens bzw. von der „Einheit Mensch ...

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