10. – 13. Schuljahr

Birgitt-Alexa Liegmann

Und tschüss

Die letzte Sportstunde gemeinsam gestalten

Wenn die letzte Stunde des Schullebens näher rückt, bietet es sich an, die Schülerinnen und Schüler nochmals eine Reise durch den Sportunterricht der vergangenen Schuljahre machen zu lassen: mit einem selbstgewählten „Best of" an Kleinen Spielen.

Zehn bis zwölf oder 13 Jahre gehen die Schülerinnen und Schüler in Deutschland in die Schule und besuchen in der Regel auch während dieser Zeit den Sportunterricht. Irgendwann ist es so weit die letzte Sportstunde der Schulzeit kündigt sich an. Schon in den Wochen davor tauchen immer wieder aus der Sportgruppe Vorschläge auf wie: „Könnten wir nicht noch einmal dieses Spiel spielen? oder „Können wir nicht noch ein letztes Mal die eine besondere Völkerball-Variante machen oder vielleicht Brennball?, „Und am Ende Rübenziehen wie in der 6. Klasse …” Aus diesen spontanen Äußerungen ist die Idee entstanden, eine letzte Sportstunde aus den „Best of des Sportunterrichts der eigenen Schulzeit zu planen.
Vordergründig sollte es darum gehen, einen schönen Abschluss gemeinsam zu gestalten. Zugleich sollte es aber auch als Rückblick und Bewertung der Inhalte der Schulzeit dienen: Was haben die Schülerinnen und Schüler gern gemacht, was ist ihnen in positiver Erinnerung geblieben? Warum ist es positiv in Erinnerung geblieben? Im Austausch darüber tauchen diese großen Schülerinnen und Schüler schnell in Kindheitserinnerungen ein, die bis zurück in die Zeit ihres Grundschulsportunterrichts reichen. Mit Unbehagen berichten die eher Schwächeren vom Wählen der Teams zu Beginn einer Sportstunde, dem Übrigbleiben auf der Bank bis zum Schluss. Zumeist wird allerdings über positive Erinnerungen an gemeinsame Spiele, neue Bewegungserfahrungen, Spaß, Wettkampf, Erfolge und Anstrengung erzählt.
Der Kurs, bestehend aus ausschließlich Schülerinnen, mit dem dieses „Best of durchgeführt wurde, hatte den Schwerpunkt Gymnastik/Tanz und Handball und kam aus der 12.  Klasse eines Gymnasiums. Das „Best of war auf das Thema „Kleine Spiele begrenzt. Diese bieten sich an, da sie meist schnell organisierbar sind, wenig Materialaufwand erfordern und von allen gespielt werden können. Die Regeln sind einfach auch einfach zu variieren. Die Spiele sind zeitlich begrenzbar, sodass in einer Stunde eine Vielzahl gespielt werden und für jede in der Gruppe zumindest ein Lieblingsspiel dabei sein kann. Natürlich kann bei der Auswahl der Inhalte auch ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden.
Ein „Best of des Sportunterrichts
Vorbereitung
In der Stunde vor der Abschlussstunde tauschen sich die Schülerinnen in Kleingruppen (3 – 5 Schülerinnen) über die Kleinen Spiele aus, die sie am liebsten gespielt haben. Auf einem Arbeitsblatt halten sie die Spiele mit Namen, Regeln, Material und der Begründung für die Auswahl schriftlich fest. Im Gespräch stellen die Gruppen dann die Ergebnisse vor, die Lehrkraft notiert die Spiele. Am Ende wird über die Inhalte der nächsten, der abschließenden, Sportstunde abgestimmt und von der Lehrkraft in eine methodisch sinnvolle Reihenfolge gebracht. Dieser Teil nimmt ca. 30 Minuten in Anspruch. Ein Arbeitsblatt oder Plakat und Stift pro Gruppe sind hier notwendig.
Die Vorbereitung in der Stunde zuvor ist sinnvoll, um auch das notwendige Material für die Spiele sowie ausreichende Spielzeit für die letzte Stunde zu haben.
„Best of der Kursstufe
Wie erwartet, tauchen auf den Listen die meisten der bekannten Kleinen Spiele auf, die hier auch nicht ausführlich erläutert werden müssen: Völkerball, Brennball, Zombieball. Es wurden allerdings auch andere genannt, die sich dann auch letztlich für das Programm durchsetzen konnten. Die Gestaltung der Doppelstunde folgt dem Prinzip des Aufwärmens, Hauptteils und Abschlusses mit der unterschiedlichen konditionellen Belastung.
Aufwärmen
Feuer, Wasser, Sturm
Material: Weichbodenmatte, großer Kasten, Bänke, Sprossenwand, Musikgerät,...

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