5. – 13. Schuljahr

Turnen in der Ninja-Warrior-Arena

Einen Hindernisparcours in der Turnhalle bewältigen

Das beliebte TV-Format „Ninja Warrior lässt sich mittels Kästen, Matten, Ringen und anderen Turngeräten hervorragend auf den Sportunterricht übertragen. Es entsteht ein Unterrichtsvorhaben mit hohem Aufforderungscharakter, viel Dynamik und zahlreichen Differenzierungsmöglichkeiten, sodass alle Schülerinnen und Schüler vielfältige positive Bewegungserfahrungen sammeln können.

„Ninja Warrior ist ein international erfolgreiches TV-Format aus Japan, welches sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreut. Das Ziel für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht darin, möglichst schnell bzw. in vorgegebener Zeit, einen anspruchsvollen Hindernisparcours zu bewältigen. Viele der Hindernisse lassen sich mit klassischen Turngeräten und einfachen Materialien im Sportunterricht nachbilden, wodurch die Turnhalle in eine Ninja-Warrior-Arena verwandelt wird. Das aus dem Fernsehen bekannte Gerätearrangement hat für die Schülerinnen und Schüler einen immensen Aufforderungscharakter.
Im Zentrum des Unterrichtsvorhabens steht die erprobende Auseinandersetzung mit den einzelnen Stationen, die sowohl die konditionellen als auch die koordinativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler fordern und trainieren. Darüber hinaus spielt das Thema Wagnis eine besondere Rolle, da die Stationen in ihrem Grundaufbau ein hohes Anspruchsniveau für die Schülerinnen und Schüler aufweisen, kreative Bewegungslösungen erfordern und es durchaus Überwindung kosten kann, sich den Herausforderungen der Stationen zu stellen. Die Perspektive Wagnis ist daher von der Lehrkraft permanent mitzudenken und bietet sich als Reflexionsansatz für kognitive Phasen an.
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, die einzelnen Stationen entsprechend abzusichern, Hilfestellungen anzubieten und Differenzierungsangebote bereitzuhalten, damit alle Schülerinnen und Schüler positive Bewegungserfahrungen und Erfolgserlebnisse sammeln können. Differenzierungsmöglichkeiten im Sinne eines variablen Gerätearrangements können mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam gestaltet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler eigene Stationen entwickeln, benennen und präsentieren zu lassen.
Der Wettkampfcharakter der Show rückt zunächst in den Hintergrund, kann jedoch bei einer vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik zusätzliche Dynamik entwickeln und auf die jeweilige Lerngruppe angepasst werden.
Springen, schwingen, klettern
Erste Doppelstunde: erproben, differenzieren, bewältigen
Nach dem gemeinsamen Geräteaufbau, stellt die Lehrkraft das Unterrichtsvorhaben vor. Das Motto für die erste Doppelstunde sollte lauten: „Alles kann, nichts muss, da die Stationen bei bloßer Betrachtung von den Schülerinnen und Schülern oft als enorme Herausforderungen wahrgenommen werden. Weiterhin spielt das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle. Es gelten analog zum Gerätturnen alle entsprechenden Vorgaben und Hinweise.
Zur Erwärmung wird eine Kombination aus Mobilisations- und Kräftigungsübungen angeboten, z. B. „Joint-Mobility (Training zur gezielten Mobilisation der Gelenke) in Kombination mit Quadrupedal-Bewegungen (Fortbewegung auf Händen und Füßen) für jüngere Schülerinnen und Schüler durch das Nachahmen von Tieren wie der Eidechse, Krabbe oder Raupe. Hierbei geht es insbesondere um die Verletzungsprophylaxe des aktiven Bewegungsapparats, da an den Stationen hohe Schwungkräfte auftreten können.
Für die Erprobung erläutert die Lehrkraft die grundsätzliche Bewegungsrichtung bei der Bewältigung der Hindernisse, ohne spezifische Techniken vorwegzunehmen, und weist auf relevante Sicherheitsaspekte sowie mögliche Sicherheitsstellungen hin. Anschließend erproben die Schülerinnen und Schüler die Hindernisse im Stationsbetrieb. Es sollte freigestellt werden, an welcher Station begonnen wird, um ängstliche Schülerinnen und Schüler nicht...

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